French Press für Espresso - Zubereitung & Mehr

Mit der French Press hast du vielfältige Möglichkeiten in der Kaffeezubereitung. Neben klassischem Kaffee, kannst du einen idealen Cold Crew zubereiten. Viele versuchen aber darüber hinaus auch Espresso mit der French Press zuzubereiten. Ist das überhaupt möglich? 

Was zeichnet einen guten Espresso aus? 

Ein guter Espresso zeichnet sich insgesamt durch vier große Bereiche aus. Diese lassen sich in den Kaffee, die Wasserqualität, das Equipment und das Handwerk des Barista unterteilen. Kommen wir direkt zum ersten Punkt: Dem Kaffee. Bei der Wahl deiner Bohnen für den Espresso solltest du darauf achten, dass diese eine hohe Qualität besitzen. Achte darauf, dass das Röstdatum deiner Bohnen maximal Monate zurückliegt. Der Kaffee sollte bei Zimmertemperatur trocken, luftdicht und dunkel gelagert werden. Neben den Kaffeebohnen besteht der Espresso zu einem großen Teil aus Wasser. Was kannst du bei der Wasserqualität beachten? 

Wasser zeichnet sich insbesondere durch den pH-Wert aus. Der pH-Wert des Wasser sollte im neutralen Bereich liegen, was einem Wert von 7 entspricht. Falls das Wasser einen höheren pH-Wert besitzt, neutralisiert das Aroma das Kaffees. Dies führt dazu, dass der Kaffee flach und schmal schmeckt. Falls der pH-Wert des Wassers wiederum zu gering ist, führt dies dazu, dass die Bitterstoffe im Kaffee überbetont werden. Gleiches gilt für den Härtegrad des Wassers. Der Härtegrad sollte bei 7-12 liegen. Ein zu hoher Grad führt dazu, dass der Kaffee flach und schmal schmeckt, während ein geringer Härtegrad die Säureentfaltung im Kaffee begünstigt. Die Temperatur des Wassers sollte nach dem Kochen bei 92-96 Grad Celsius liegen. 

Bei der Wahl deines Equipments für die Zubereitung hast du vielfältige Möglichkeiten. So kannst du zum Beispiel einen Espressokocher oder eine French Press nutzen. An dieser Stelle sei jedoch angemerkt, dass du mit beiden Geräten keinen 9 Bar Espresso kreieren kannst. Für die Zubereitung zuhause sollten eine Siebträgermaschine, ein Tamper und eine entsprechende Auflage und eine Mühle genügen. Mehr gibt es auch nicht zum Equipment für die Zubereitung zu sagen. Der klassische Espresso wird im letzten Schritt durch das Handwerk des Barista vollendet. 

Die Espressozubereitung mit der French Press 

Bevor du deinen Espresso mit der French Press zubereiten kannst, solltest du den richtigen Kaffee wählen. Hierzu solltest du die folgende grundsätzliche Regel beachten: Je feiner der Mahlgrad deines Kaffees ist, desto geringer ist der Kontakt mit dem Wasser. Falls du einen feinen Mahlgrad wählst, kann der Kaffee schnell bitter werden. Andererseits führt ein grober Mahlgrad dazu, dass dein Kaffee wässrig schmeckt. Mit der folgenden Anleitung kannst du zwar keinen 9 Bar Espresso zubereiten, aber trotzdem in den Espressogenuss kommen. 

 

  1. Im ersten Schritt solltest du all deine Zutaten und Geräte zusammenstellen. Im konkreten Fall sind dies die French Press, frisch gemahlene Kaffeebohnen, ein Messlöffel, ein Stab zum Umrühren und heißes Wasser. 
  2. Hebe den Deckel der French Press mit dem Filter aus der French Press. Im Anschluss erhitzt du das Wasser. Achte darauf, dass du das kochende Wasser ein wenig abkühlen lässt, bis es die ideale Temperatur von 92-96 Grad erreicht hat. 
  3. In diesem Schritt geht es an das Mahlen deiner Kaffeebohnen. Falls du fertig gemahlene Kaffeebohnen kaufst, achte darauf, dass diese einen Espresso Mahlgrad besitzen. Falls du deine Kaffeebohnen selber mahlst, achte darauf, dass der Mahlgrad für Espresso sehr fein ist. Zudem solltest du deine Kaffeebohnen nicht zu fein mahlen, sodass sie durch den Sieb der French Press fallen. 
  4. Nun kannst du etwa 36 Gramm Kaffeemehl in die French Press geben. Normalerweise werden bei der Zubereitung des Espressos in der Espressomaschine  pro Tasse etwa 16 bis 21 Gramm Kaffeemehl verwendet. Da deine French Press aber ein höheres Volumen besitzt, solltest du versuchen die doppelte Menge an Kaffeepulver zu nutzen. Am Ende wird zwar ein wenig Espresso übrig bleiben, was aber nicht schlimm ist. 
  5. Nun kannst du kochendes Wasser in deine French Press gießen. Nachdem du das Wasser hinzugegeben hast, kannst du das Gebräu umrühren. Achte darauf, dass sich beim Umrühren keine Klumpen bilden. Nun kannst du den Deckel der French Press mit dem Filter wieder auf den Kaffeebereiter setzen. 
  6. Drücke den Filter noch nicht ganz nach unten, da der Kaffee noch ziehen muss. Den Kaffee solltest du circa drei bis vier Minuten ziehen lassen, damit dieser all seine Aromen entfalten kann. 
  7. Nun kannst du den Filter der French Press nach unten drücken. Zu guter Letzt solltest du deinen Kaffee vor dem Ausgießen absetzen lassen. 

 

Wie du erkennen kannst bietet die French Press sowohl Vor- als auch Nachteile bei der Zubereitung eines Espressos. Ein Vorteil besteht darin, dass du eine nachhaltige Kaffeezubereitung hast und du dem Geschmack eines 9 Bar Espressos sehr nahe kommen kannst. Zudem hast du den Vorteil, dass du deinen Kaffee nach deinen individuellen Vorlieben gestalten kannst. Wir hoffen, dass du mit diesem Beitrag einen Einblick in die Espressowelt bekommen hast.