Kaffeebohnen Test - Das sind die besten

  • Jonas Zeppenfeld

Kaffee schmeckt bekanntlich am besten, wenn die Kaffeebohnen frisch gemahlen wurden. Um den besten Kaffeegeschmack und ein gutes Gewissen beim Genuss des Heißgetränks zu gewährleisten, sind jedoch noch ein paar weitere Gütekriterien zu beachten. So spielt zum Beispiel die Herkunft des Kaffees und die Fairness im Handel für viele Verbraucher eine wesentliche Rolle. Andere legen Wert auf die die Zusammensetzung, also den Anteil von Arabica und Robusta Bohnen. Darüber hinaus entscheidet das Röstverfahren im wesentlichen über die geschmacklichen und gesundheitlichen Aspekte des Kaffees. Der Röstmeister versucht stets zu gewährleisten, dass die für sein Empfinden optimale Süße und der geringe Säuregehalt erzielt wird. Daneben entscheiden Mundgefühl, Ausgewogenheit und der eigentlich Geschmack über die Güte des Kaffees. 

Letztendlich spielt für den Verbraucher natürlich auch der Preis eine wesentliche Rolle bei der Entscheidungsfindung. 

All diese Faktoren möchten wir in diesem Beitrag bei einigen ausgewählten Kaffeesorten einmal genauer unter die Lupe nehmen. 


Kaffeebohnen Test - Unsere ausgewählten Kaffees 

Unserem Test unterzogen haben wir Kaffees der Marken Jacobs, Lavazza, Gorilla, Tchibo und BlankRoast. 


Jacobs Barista Editions Crema

Die Geschichte von Jacobs führt uns bis in das Jahr 1895 zurück. Johann Jacobs damals ein “Specialgeschäft für Caffee, Thee, Cacao, Chocoladen und Biscuits. Im Jahr 1907 entstand die eigene Rösterei. Mit dem Hauptsitz in Amsterdam erzielt das mittlerweile fusionierte Börsenunternehmen JDE Peets (Jacobs Douwe Expert) heute einen Umsatz von etwa 6,6 Milliarden Euro und beschäftigt nahezu 20.000 Mitarbeiter. 

Wir nehmen den Amazon Bestseller “Barista Editions Crema” genauer ins Visier. 

Jacobs Barista Editions

 

Lavazza Caffè Crema Classico 

Interessanterweise begann die Geschichte von Lavazza ebenfalls im Jahre 1895. Luigi Lavazza gründete in Turin ein kleines Einzelhandelsgeschäft in dem gleichzeitig geröstet und verkauft wurde. Lavazzas Enkel baute den Emilio baute das Unternehmen zu einem Konzern von heute über 3.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von über 2 Milliarden aus. 


Lavazza Kaffee


Gorilla Super Bar Crema 

Die Kaffeerösterei A.Joerges ist weniger bekannt und bedeutend kleiner als die beiden vorgenannten Unternehmen. Dennoch hat sie ihren Platz hier verdient. Die Rösterei besteht bereits seit 1847. Die Eigenmarke Gorilla Kaffee wurde jedoch erst im Jahr 2004 ins Leben gerufen. 

Gorilla Kaffee

Tchibo Feine Milde 

Einer der bekanntesten Discounter Kaffees ist die Tchibo Feine Milde. Kaffeehändler Max Herz und Gewürzkaufmann Carl Tchilling-Hiryan gründeten die Tchibo GmbH bereits 1949. Ihr Geschäftsmodell war damals der Postversand von Kaffee. Der Markenname ist ein Kürzel der Bezeichnung Tchilling-Bohne. 1952 übernahm Herz die Anteile seines Partners für 225.000 Mark. Den Namen Tchibo behielt er jedoch bei. Noch heute ist das Unternehmen zu 100% in Besitz der Familie Herz, zu der auch der Beiersdorfer Konzern gehört. Die Tchibo GmbH erwirtschaftet einen Jahresumsatz von über 3,1 Milliarden Euro und beschäftigt weltweit fast 11.500 Mitarbeiter. 

Tchibo Feine Milde

Wild Cowboy Kaffee Crema

Last but not least. Ein weniger bekannter neuer Stern am Himmel der Kaffeebohnen ist der Wild Cowboy der Marke BlankRoast. Die BlankRoast Manufaktur aus dem Saarland zeichnet sich durch Handarbeit und traditionelle Röstverfahren aus. Unser persönlicher Favorit. Warum, das erfährst du später. 

Wild Cowboy Kaffee

 

Kaffeebohnen Test - Die Herkunft der Bohnen 

Das erste Kriterium bei unserem Kaffeebohnen Test ist die Herkunft der Bohnen. Die Herkunft kann bereits viel über die Qualität und die Eigenarten der Bohnen aussagen. Kaffee wächst in einer Vielzahl von Ländern auf den Kontinenten Afrika, Asien und Amerika. 

Schauen wir uns nun einmal die Herkunftsländer des Kaffees aus unserem Kaffeebohnen Test an. Jacobs gibt an, dass die Bohnen aus den besten Anbaugebieten der Welt stammen. Konkrete Länder werden hier jedoch nicht genannt. 

Lavazza bezieht die Kaffeebohnen aus Anbaugebieten in Südamerika, Afrika und Südasien. Leider werden auch hier keine expliziten Herkunftsländer genannt, auf dessen Eigenarten wir näher eingehen können. 

Anders ist es glücklicherweise beim Gorilla-Kaffee. Auf die Eigenschaften und die Zusammensetzung von Arabica und Robusta Bohnen gehen wir später noch genauer ein. Die beim Gorilla verwendeten Robusta Bohnen kommen jedoch nach eigenen Angaben aus Vietnam, Afrika, Indien und Indonesien. Die Arabica Bohnen aus Brasilien, Indonesien, Indien, Ost- und Zentralafrika. 

An dieser Stelle können wir uns die Herkunftsländer einmal genauer anschauen. 


Brasilien 

Brasilien ist bereits seit über 150 Jahren der größte Kaffeeerzeuger der Welt. Ein Drittel der gesamten weltweiten Produktion ist hierher zurückzuführen. Der beste brasilianische Kaffee glänzt durch wenig Säure und viel Körper. Daneben zeigt er eine besondere Süße und lässt Nuss- bzw. Schokoladennoten erschmecken. 


Afrika 

Auch wenn Äthiopien als Geburtsstätte des braunen Goldes gilt, so wird Kaffee darüber hinaus auch in vielen weiteren Ländern Afrikas angebaut. Der größte Kaffeeexport des Kontinents stammt aus Kenia, Ruanda, Malawi, Burundi, Sambia und Tansania. Dabei hat jedoch jedes Land hinsichtlich seines Kaffees besondere Eigenschaften. 


Vietnam 

Vietnam ist leider nicht wirklich bekannt für hochwertigen Spezialitätenkaffee, da sich das Land nahezu ausschließlich auf die Gewinnung von Robusta fokussiert. Die meisten Kaffees aus dem Vietnam schmecken flach und holzig. Gleichzeitig mangelt es ihnen meist an Süße und Charakter.


Indien 

Den Löwenanteil des in Indien angebauten Kaffees verzeichnet die Sorte Robusta. Die besten indischen Erzeugnisse sind schwer, cremig und säurearm. Sie weisen jedoch nur selten eine besondere Komplexität auf. 


Bei der Tchibo Feine Milde werden in der Produktbeschreibung und auf der Verpackung leider keine Angaben zu Herkunft gemacht. Von der Website von Tchibo lässt sich jedoch darauf schließen, dass die 100% Arabica Bohnen der Feinen Milde aus Brasilien stammen. 


Dann ist da noch der Wild Cowboy Kaffee der BlankRoast Manufaktur. Der Wild Cowboy Kaffee stammt ebenfalls aus Brasilien und den besten Anbaugebieten Ugandas. 



Zusammensetzung der Bohnen - Robusta & Arabica 

Immer wieder hört man 100% Arabica. 80/20… Aber worin unterscheiden sich Robusta und Arabica Bohnen eigentlich? Dem möchten wir jetzt auf den Grund gehen, bevor wir uns die Zusammensetzung unserer Testobjekte ansehen. 

Unterschiede zwischen Arabica und Robusta Bohnen 

Wenn man vom Kaffee spricht, dann wird in der Regel Arabica gemeint. Der Großteil des weltweit gehandelten Kaffees sind die Früchte der Coffea Arabica Bäume. Neben Coffea arabica sind jedoch noch etwa 120 weitere Arten der Gattung Kaffee bekannt. Coffea canaphora ist eine weitere nennenswerte Art. Aus ihr werden die sogenannten Robusta-Bohnen gewonnen. 

Der Anbau der Robusta-Bohnen ist besonders preiswert, da die Früchte auf niedrigerer Höhe getragen werden und beständiger gegen Hitze sind. Der Große Nachteil des Robusta Kaffees ist, dass er nicht sonderlich gut schmeckt. Natürlich gibt es innerhalb des Robusta-Lagers große Qualitätsunterschiede. So ist Robusta aus der italienischen Kaffeekultur nicht mehr wegzudenken. Robusta weist einen doppelten Koffeingehalt als Arabica auf. 

Viele Röstereien mischen den Arabica Bohnen Robusta bei, um den Koffeingehalt zu steigern, aber auch um an der Preisschraube zu drehen.

Wer also Wert auf den Koffeinkick legt, für den ist ein Robusta-Anteil eine gute Wahl. Wer dem Geschmack des Kaffees den höchsten Wert beimisst, für den ist die Wahl von 100% Arabica möglicherweise die beste. 


Eine “ausgewogene Mischung” bei Jacobs

Leider macht Jacobs in unserem Kaffeebohnen Test keine genauen Angaben bezüglich der Zusammensetzung der Bohnen. Auf der Website wird jedoch angegeben, dass es sich um eine ausgewogene Mischung handelt. Also möglicherweise liegt die Zusammensetzung bei 50/50. 


70/30 bei Lavazza 

Lavazza verspricht beim Caffé Crema Classico ein Verhältnis von 70% Arabica & 30% Robusta. 


80/20 bei Gorilla 

Der Gorilla Super Bar Crema von Joerges setzt auch 80% Arabica & 20% Robusta Bohnen. 


100% Arabica bei Tchibo 

Die Feine Milde von Tchibo setzt als einziger der Testkaffees auf 100% Arabica Bohnen. 

Tchibo Bohnen


Ebenfalls 80/20 bei BlankRoast

Der Wild Cowboy von der BlankRoast Manufaktur besteht genau wie der Gorilla aus 80% Arabica und 20% Robusta Bohnen. 

Wild Cowboy Bohnen

Kaffeebohnen Test - Die jeweiligen Röstverfahren 

Die Röstung ist eines der zentralsten Bestandteile der Kaffeeproduktion. Durch das Rösten wird aus einem nahezu geschmacklosen grünen Samenkorn ein eine aromatische Bohne mit unvorstellbarer Komplexität des Geschmacks. 

Jede Rösterei röstet nach ihrer eigenen Philosophie und Methode. Je langsamer geröstet wird, desto besser aber natürlich auch teurer wird der Kaffee. Mit der Länge des Röstvorgangs sinkt die Säure und steigt die Bitterkeit des Kaffees. Letztere wird jedoch noch stärker durch die Farbe vorgegeben. Also je dunkler die Röstung, desto bitterer. 

Die Süße hingegen erreicht ihre Höhepunkt inzwischen der Spitzenwerte von Säure und Bitterkeit. Es liegt also am Röstmeister, ob er einen süßlichen und sehr säuerlichen oder einen süßlichen und ziemlich flachen Kaffee erzeugen möchte. 

Es existieren verschiedene Typen von Röstanlagen, wie zum Beispiel der Trommelröster, der Heissluftröster, der Tangentialröster und der Zentrifugalröster. 

Kommen wir nun aber zu den Röstverfahren der Hersteller in unserem Kaffeebohnen Test. 

Bei Tchibo wird mit der Einzelröstung bestimmter Sorten geworben, da sich Geschmack und Aroma so optimal entwickeln können. Hier werden sowohl die Heißluftröstung, als auch die Trommelröstung angewandt. Bei Lavazza verhält es sich ähnlich. Jacobs wirbt schon auf dem Beutel mit der Trommelröstung.


Bei Joerges werden die Kaffeebohnen für den Gorilla Kaffee bei maximal 220°C zwischen 12 und 20 Minuten lang geröstet, um das beste Aroma zu gewährleisten. 


Ein ebenfalls nennenswertes und einzigartiges Röstverfahren, wird beim Wild Cowboy Kaffee der Marke BlankRoast angewandt. Hier erfolgt die Röstung ebenfalls in einem langen angelegten Röstverfahren bei maximal 200°C. Dazu wird besonderes Hickory-Holz verwendet, um den Bohnen ein außergewöhnliches Aroma zu verleihen. 


Süße, Säure, Mundgefühl, Ausgewogenheit und Geschmack - Darauf kommt es an in unserem Kaffeebohnen Test 

Natürlich sind Röstverfahren, Herkunft, Zusammensetzung und Co. für uns interessant. Dennoch kommt es letztlich aber im Kern auf den Geschmack des Kaffees an, der in unserer Tasse landet. Um die Güte des Kaffees zu bemessen, werden Süße, Säure, Mundgefühl, Ausgewogenheit und Geschmack beurteilt. Los gehts. 

An der Stelle möchten wir einen kurzen Disclaimer anführen. Geschmäcker sind bekanntlich subjektiv. Unsere Einschätzungen beruhen auf den Geschmäckern unseres Teams. 


Süße 

Wie süß ist der Kaffee? Wer eine milde süße bevorzugt, für den ist die Feine Milde von Tchibo eine gute Wahl. Etwas süßer ist der Gorilla Kaffee. Auch und besonders der Wild Cowboy geht mit einer angenehmen Süße einher. 


Säure 

Für Kaffeeeinsteiger ist die Säure meist schwer zu beurteilen. Genau so wie Bierliebhaber mit der Zeit besonder hopfige Biere bevorzugen, kann es sein, dass Kaffeeliebhaber Kaffees mit hohem Säuregehalt präferieren. Dabei kommt es jedoch entscheidend auf Qualität der Säure an. Die geringste Säure konnten wir sowohl beim Wild Cowboy, als auch beim Gorilla Kaffee ausmachen. Dies liegt darin begründet, dass hier längere Röstverfahren angewandt werden. 


Mundgefühl 

Wie wird der Kaffee im Mund empfunden? Als leicht, zart und teeartig? Oder eher als cremig, reichhaltig und schwer? Das Mundgefühl kann unabhängig vom Säuregehalt als positiv oder eher negativ empfunden werden. Das beste Mundgefühl konnte unserer Meinung nach wieder der Wild Cowboy Kaffee aufweisen. Eher negativ empfanden wir das Mundgefühl in unserem Kaffeebohnen Test beim Lavazza. 


Ausgewogenheit 

Die Ausgewogenheit eines Kaffees ist der am schwierigsten zu bewertende Aspekt. Wie harmonisch schmeckt der Kaffee? Überwiegen bestimmte Geschmacksnuancen? 

Bei unserem Kaffeebohnen Test kamen wir zu keinem eindeutigen Meinungsbild. Niemand wies jedoch dem Lavazza Kaffee die beste Ausgewogenheit zu. 


Geschmack

Beim Geschmack ist es ebenfalls besonders schwierig, beschreibende Begriffe zu finden. 

Gorilla und Wild Cowboy haben uns allen besonders gut geschmeckt. Für einige war die Feine Milde oder der Jacobs aber letztendlich der Favorit. 

Wie schon vorher erwähnt, sind Geschmäcker ganz einfach subjektiv. Wir haben dir jetzt die Kriterien genannt, auf die es ankommt, um selbst den Test durchzuführen. 


Kaffeebohnen Test selbst durchführen 

Um herauszufinden, welcher Kaffee für dich am besten geeignet ist, führst du am besten selbst eine Verkostung durch. Dazu haben wir eine Schritt-für-Schritt Anleitung für dich erstellt. Los gehts!

  1. Wähle dir zunächst mindestens zwei Kaffees aus, die du ausprobieren und miteinander vergleichen möchtest. 
  2. Kaufe dir idealerweise zwei French Presses. Im Thiru-Store findest du unsere. 
  3. Bereite den Kaffee nach unserer French Press Anleitung zu.
  4. Lasse den Kaffee etwas abkühlen, damit sich die Geschmacksnuancen besser aufspüren lassen. 
  5. Verkoste nun beide abwechselnd und versuche zu erschmecken, worin sich die Kaffees unterscheiden. Notiere alle deine Erkenntnisse. 
  6. Wirkt ein Kaffee süßer? Liegt er schwerer im Mund? Empfindest du ihn als säuerlich? 
  7. Erkennst du besondere Nuancen? Zum Beispiel “nussige” oder “blumige”?
  8. Lies dir anschließend deine Notizen durch und vergleiche sie. Siehe dir erst jetzt professionelle Beschreibungen der Kaffees an und vergleiche deine Notizen auch damit. 
  9. So weißt du einerseits, welcher Kaffee dir besser schmeckt und lernst andererseits Kaffees zu beschreiben.

Kaffeebohnen Test - Unser Fazit 

Nach unserem kleinen Exkurs in die Verkostung von Kaffees möchten wir nun das Fazit zu unserem Kaffeebohnen Test ziehen. 

Unser Favorit ist der Wild Cowboy Kaffee der BlankRoast Manufaktur. Die etwas höheren Kosten im Vergleich zu Tchibo, Lavazza und Jacobs nehmen wir in Kauf und rechtfertigen sich unserer Meinung durch den besonderen Geschmack und das außergewöhnliche Röstverfahren. 

Auch Gorilla, die Feine Milde und der Jacobs Kaffee sind unserer Meinung nach absolut empfehlenswert.

Wir raten dir, den Test selbst durchzuführen. Nur so kannst du den besten Kaffee für dich persönlich finden. 

Viel Spaß dabei!

Dein Thiru-Team 

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